Syrien: buntkicktgut baut Brücken

WIR schaffen neue Räume
Brücken bauen, das ist ein Grundpfeiler bei den interkulturellen Straßenfußball-Ligen von buntkicktgut. Brücken, die Menschen, Kulturen und Nationen verbinden, Grenzen überwinden und neue Räume schaffen. Wie gerade in Syrien. Der Fußball sorgt dabei für Bewegung. Er schafft eine Grundlage, die vor allem den Kindern und Jugendlichen in dem völlig zerstörten Land neue Räume, Beachtung und Hoffnung gibt. Beachtung durch unsere Street Football Worker, die den Kids in den Straßen und Stadtvierteln auf Augenhöhe begegnen und genau wissen, welche Sorgen und Nöte die Menschen haben. Wie Mahmoud Nasser, der in Damaskus, seiner Heimatstadt, den Ball ins Rollen bringt. Vor zehn Jahren floh er aus Syrien, landete in München und bei buntkicktgut. Er wollte nach dem Sturz des Regimes und dem Ende des Bürgerkrieges in sein Land und helfen – indem er über den Fußball Brücken baut. Wie er es bei buntkicktgut in München gelernt hat.
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WIR bewegen über 2.000 Kinder
Innerhalb von nur wenigen Monaten hat Mahmoud so über 2.000 Kinder in der syrischen Hauptstadt in Bewegung gebracht. Straßen und Plätze wurden vom Schutt befreit, Spielfelder geschaffen und Trainings sowie Spieltage in bisher acht Stadtvierteln gestartet. Auch Schulen sind involviert. „Die Not ist immer noch sehr groß“, sagt Mahmoud, „doch die Kids sind voll dabei und haben tolle Ideen, die uns weiter bringen.“ Immer mehr Jugendliche wollen auch Street Football Worker oder Referee werden, damit Verantwortung übernehmen und ihre zerstörten Stadtviertel neu beleben.
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WIR brauchen DICH
Doch Mahmoud und seine jungen Street Football Worker brauchen finanzielle Unterstützung damit die Trainings und Spieltage kontinuierlich weiter laufen und sich etablieren können. Denn die neu errichtete Brücke soll durch immer mehr Stadtviertel von Damaskus und darüber hinaus gehen – soll immer mehr Kinder und Jugendliche erreichen, bewegen und verbinden.
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Champions League in Damaskus
Die Lebensbedingungen in Syrien sind nach dem Krieg immer noch sehr schwer und prekär – was ja auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul vor Ort gerade erst bestätigte. Doch das bremst die interkulturellen Straßenfußball-Ligen von buntkicktgut nicht. In Damaskus rollt der Ball. Unser Koordinator Mahmoud Nasser sorgt in seiner Heimat mit buntkicktgut immer mehr für Bewegung. Hier sein aktueller Bericht:
Im Sommer und Herbst konnten wir in Syrien viele erfolgreiche Aktivitäten umsetzen – trotz der großen Hitze und schwierigen Bedingungen. In insgesamt acht Regionen finden momentan immer wieder Spieltage und Turniere statt. So gab es im Sommer sogar die buntkicktgut-Champions-League-Finalrunde.
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Besonders schön ist dabei, wie sich die Kinder und Jugendlichen durch den Fußball positiv entwickeln – sie lernen Fairplay, Teamgeist und Verantwortung. In Regionen ohne fertige Bolzplätze konnten wir mit der Hilfe vieler Leute vor Ort einfache Spielfelder auf privaten Grundstücken errichten, damit die Kids auf jeden Fall kicken können und auch keine langen Wege haben.
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Für den Winter planen wir nun ebenso Finalrunden in allen Altersklassen. Dazu einen buntkicktgut-Referee-Lehrgang für Jugendliche, bei dem uns ein internationaler Schiedsrichter zur Seite steht und hilft. Sowie eine Fortbildung zum “Street Football Worker”, um unsere jungen Coaches weiterzubilden und weiterzubringen.
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So bleibt unsere Motivation groß. Der Fußball bringt Hoffnung und Gemeinschaft in das Leben der Kinder hier in Damaskus und den umliegenden Regionen. Über 2.000 Kids haben an unseren Spieltagen und Turnieren im Sommer teilgenommen. So soll es weiter gehen. Ein großes DANKE an alle Freunde und Helfer.
von Mahmoud
Dialog auf Augenhöhe

Beim Expertenforum von buntkicktgut in der alten Kongresshalle trafen Politiker und Wissenschaftler mit jungen Fachleuten der interkulturellen Straßenfußball-Ligen zusammen.
München – Am zweiten Tag der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum von buntkicktgut trafen sich in der alten Kongresshalle 16 Experten, um über die Nutzung von öffentlichem Raum und die Bolzplatz-Situation in München zu diskutieren. Die Moderation übernahmen Özlem Sarikaya (BR-Moderatorin) und Julian Wöhr (buntkicker-Team).
Zum Einstieg und als Grundlage zur anschließenden Diskussion wurden die Ergebnisse einer Feldforschung, die am Tag zuvor von Mete Lüle, Frederik Püls und Loris Weinreich durchgeführt wurde, vorgestellt. Dazu befragten sie an den drei Spieltagen am Tag zuvor (siehe Bericht Seite 8 und 9) Jugendliche zur Situation auf den Bolzplätzen im Hirschgarten, Maßmannpark und Schmellerwiese. Mit Bezug auf ihre Wünschen und Bedürfnissen. Die Studie gab positive wie negative Rückmeldungen wieder. Die Straßenkicker und Straßenkickerinnen hatten dabei sehr konkrete Vorstellungen, was noch verbessert werden müsste, damit öffentliche Räume noch besser auf sie zugeschnitten werden.
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Im Anschluss kamen die Experten zu Wort, zu denen Politiker wie Gülseren Demirel und Daniela di Benedetto genauso gehörten wie Andreas Werner vom FC Bayern München oder die Pädagogin Ruth Schwarzenböck. Am wichtigsten aber: Jugendliche von buntkicktgut diskutierten auf der Bühne und aus dem Publikum heraus auf Augenhöhe mit und forderten auch aktiv ein, ernst genommen zu werden. So entstand nach einer Einstiegsrunde, in der alle auf der Bühne ihre Meinung zu den Ergebnissen der Feldforschung äußern durften, eine sehr lebendige Debatte.
Isi, lebende buntkicktgut-Legende und nah an den praktischen Herausforderungen bei der Gestaltung des öffentlichen Raums dran, setzte beispielsweise ein klares Statement im Namen der Jugendlichen: Sie stünden zu wenig im Mittelpunkt bei der Planung, ihre Anliegen würden nicht beachtet und gesehen. Denn es dauere zu lange, bis Vorhaben umgesetzt würden. Ein grundlegendes Problem: Die Verfahren für neue Sportanlagen, wenn es um Reparaturen oder Verbesserungen geht, müssen oft hart erkämpft werden. Außerdem seien die Prozesse zu langwierig. Damit setzte Isi den Startpunkt zu einer Diskussion über Zuständigkeiten, vereinfachte Prozesse für Jugendliche und auch klare Rückmeldungen seitens der Politik, die Anmerkungen der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und mitzunehmen.
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Durch die verschiedenen Hintergründe der Experten und Expertinnen gab es unterschiedlichste Perspektiven auf das Thema, was eine differenzierte Betrachtung ermöglichte. Die Debatte hätte wohl Stunden dauern können, so kurzweilig verlief sie und war dann tatsächlich nach zwei Stunden intensivem und vor allem konstruktivem Dialog auch schon wieder beendet.
Es war eine spannende Diskussion, aus der viele Erkenntnisse mitgenommen wurden: Die Ergebnisse der Feldforschung wurden an die Teilnehmer übergeben. Die Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Stadt haben zugesagt, genau zugehört zu haben und sich künftig für die Belange von Jugendlichen und buntkicktgut mehr einzusetzen. Und die Jugendlichen selbst wollen aktiv und laut bleiben – im Idealfall ohne mit unnötigen Hürden und vor allem Grenzen der Bürokratie konfrontiert zu werden. Sondern stattdessen auf Augenhöhe und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit. Das Expertenforum war dafür ein toller Start, denn genau so verlief die Diskussion hier.
von Julian
Bomber Müller

Er ist und bleibt eine Legende. Eine Legende, die das runde Leder so oft und effektiv wie kaum ein anderer Fußballer in der Welt ins Tor beförderte. Eine Legende, die sich so flink, wendig und explosiv durch den gegnerischen Strafraum wirbelte, wie man es von echten Straßenfußballern her kennt. Ein Fußballer und Mensch, der unglaublich viel Herz hatte und Straße in sich trug. Der nach jedem Tor seine Hände in die Höhe riss und ausgelassen jubelte. Und dem jetzt zu Ehren ein Denkmal vor der Allianz Arena errichtet wurde – initiiert von der Kurt-Landauer-Stiftung und dem FC Bayern. Eine Legende, die für immer unsere Herzen erobert hat, die wir nie vergessen werden. Gerd Müller, mit 568 Toren in 611 Pflichtspielen bester Torjäger des FC Bayern, Weltmeister 1974 und unter anderem dreifacher Gewinner des Europapokals der Landesmeister, war im August 2021 im Alter von 75 Jahren verstorben. Ein echter Fußball-Gott und Straßenkicker, der auf den Bolzplätzen von Nördlingen seine ersten Tore schoss, bevor er in München beim FC Bayern der „Bomber der Nation“ wurde.
„Fußball ist ein Sport voller Leidenschaft“

Er steht nun schon das zweite Jahr an der Linie beim FC Bayern Youth Cup und hat große Ziele mit seiner Mannschaft – Trainer Julian Wöhr will mit dem Team Germany beim World Final hoch hinaus. Das hat er uns nach dem German Final im Interview verraten. Alle Tore, Spiele und Ergebnisse gibt’s bald hier: FC Bayern Youth Cup!
„Plötzlich stand Beckenbauer neben uns“

Ich liebe meine Familie. Ich liebe meine Heimat. Und ich liebe Fußball. Doch das passt nicht immer so gut zusammen. Besonders dann, wenn Konflikte, Unterdrückung und Gewalt dazwischen funken. Wie im Kosovo
Jassin: „Augen öffnen und Horizont erweitern“

Meine Familie kommt aus Afghanistan. Bereits 2003 sind wir in den Iran geflohen. Lebten dort einige Jahre. Doch irgendwann gab es im Iran keine Perspektive mehr für uns. Und so machten wir uns wieder auf den Weg. Richtung Westen – die klassische Route: Über die Türkei und Griechenland erreichten wir schließlich Deutschland und landeten eher zufällig in München. Das war 2011. Die ersten Monate waren sehr schwer. Wir durften in der Gemeinschaftsunterkunft nichts machen, saßen nur herum – keine Schule, keine Außenwelt, keine Begegnung. Aber F
Baller League mit Liridon

Posted by: Heid Rüdiger Posted date: Oktober 15, 2025 | comment : 0
Große Straßenkicker sind dabei – wie die früheren Nationalspieler und Weltmeister Lukas Podolski und Mats Hummels. Oder die lebende buntkicktgut-Legende Liridon Krasniqi. Sie sind Teil der Baller League. Im Klartext: Eine bundesweite Straßenfußballliga, die allerdings nicht draußen auf Asphalt oder im Käfig
Eine Stimme für die Vielfalt

Gleich drei Mal stand buntkicktgut im Rampenlicht – in der Allianz Arena beim 8:1 des FC Bayern München gegen Mainz. Im BMW-Park beim 64:58-Sieg der Basketballer des FC Bayern über Zalgiris Kaunas in der Euroleague. Und im Stadion auf dem Bayern-Campus beim 5:0 der Fußballerinnen des Rekordmeisters gegen Leipzig.
Street Football Work: Großer Workshop in Hamburg

Im Oktober lief der jährliche Workshop für STREET FOOTBALL WORK – dieses Mal in Hamburg. Dort kamen alle Standorte zusammen – also München, Ludwigshafen am Rhein, Berlin, die Region Oberschwaben/Allgäu und natürlich Hamburg. Ein Workshop, bei dem ambitionierte Street Football Worker aus den einzelnen Standorten eingeladen sind, die bereits Leidenschaft und Potenzial gezeigt haben und mehr Verantwortung in ihrem Viertel übernehmen wollen – in Form von Trainings und koordinativen Aufgaben.