Picture of Loris Weinreich

Loris Weinreich

seit 4 Jahren bei buntkicktgut

Syrien: buntkicktgut baut Brücken

WIR schaffen neue Räume

Brücken bauen, das ist ein Grundpfeiler bei den interkulturellen Straßenfußball-Ligen von buntkicktgut. Brücken, die Menschen, Kulturen und Nationen verbinden, Grenzen überwinden und neue Räume schaffen. Wie gerade in Syrien. Der Fußball sorgt dabei für Bewegung. Er schafft eine Grundlage, die vor allem den Kindern und Jugendlichen in dem völlig zerstörten Land neue Räume, Beachtung und Hoffnung gibt. Beachtung durch unsere Street Football Worker, die den Kids in den Straßen und Stadtvierteln auf Augenhöhe begegnen und genau wissen, welche Sorgen und Nöte die Menschen haben. Wie Mahmoud Nasser, der in Damaskus, seiner Heimatstadt, den Ball ins Rollen bringt. Vor zehn Jahren floh er aus Syrien, landete in München und bei buntkicktgut. Er wollte nach dem Sturz des Regimes und dem Ende des Bürgerkrieges in sein Land und helfen – indem er über den Fußball Brücken baut. Wie er es bei buntkicktgut in München gelernt hat.

PHOTO-2025-10-28-13-59-28(1)

WIR bewegen über 2.000 Kinder

Innerhalb von nur wenigen Monaten hat Mahmoud so über 2.000 Kinder in der syrischen Hauptstadt in Bewegung gebracht. Straßen und Plätze wurden vom Schutt befreit, Spielfelder geschaffen und Trainings sowie Spieltage in bisher acht Stadtvierteln gestartet. Auch Schulen sind involviert. „Die Not ist immer noch sehr groß“, sagt Mahmoud, „doch die Kids sind voll dabei und haben tolle Ideen, die uns weiter bringen.“ Immer mehr Jugendliche wollen auch Street Football Worker oder Referee werden, damit Verantwortung übernehmen und ihre zerstörten Stadtviertel neu beleben.

4c932097-91c6-43d8-8d2d-07aa44ec1b93

WIR brauchen DICH

Doch Mahmoud und seine jungen Street Football Worker brauchen finanzielle Unterstützung damit die Trainings und Spieltage kontinuierlich weiter laufen und sich etablieren können. Denn die neu errichtete Brücke soll durch immer mehr Stadtviertel von Damaskus und darüber hinaus gehen – soll immer mehr Kinder und Jugendliche erreichen, bewegen und verbinden.

ba260889-8735-426b-b9e5-241932eb0a71

Lies weiter >>

Champions League in Damaskus

Die Lebensbedingungen in Syrien sind nach dem Krieg immer noch sehr schwer und prekär – was ja auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul vor Ort gerade erst bestätigte. Doch das bremst die interkulturellen Straßenfußball-Ligen von buntkicktgut nicht. In Damaskus rollt der Ball. Unser Koordinator Mahmoud Nasser sorgt in seiner Heimat mit buntkicktgut immer mehr für Bewegung. Hier sein aktueller Bericht:

Im Sommer und Herbst konnten wir in Syrien viele erfolgreiche Aktivitäten umsetzen – trotz der großen Hitze und schwierigen Bedingungen. In insgesamt acht Regionen finden momentan immer wieder Spieltage und Turniere statt. So gab es im Sommer sogar die buntkicktgut-Champions-League-Finalrunde.

PHOTO-2025-06-29-18-12-04

Besonders schön ist dabei, wie sich die Kinder und Jugendlichen durch den Fußball positiv entwickeln – sie lernen Fairplay, Teamgeist und Verantwortung. In Regionen ohne fertige Bolzplätze konnten wir mit der Hilfe vieler Leute vor Ort einfache Spielfelder auf privaten Grundstücken errichten, damit die Kids auf jeden Fall kicken können und auch keine langen Wege haben.

PHOTO-2025-02-26-12-14-20

Für den Winter planen wir nun ebenso Finalrunden in allen Altersklassen. Dazu einen buntkicktgut-Referee-Lehrgang für Jugendliche, bei dem uns ein internationaler Schiedsrichter zur Seite steht und hilft. Sowie eine Fortbildung zum “Street Football Worker”, um unsere jungen Coaches weiterzubilden und weiterzubringen.

PHOTO-2025-02-26-12-14-19

So bleibt unsere Motivation groß. Der Fußball bringt Hoffnung und Gemeinschaft in das Leben der Kinder hier in Damaskus und den umliegenden Regionen. Über 2.000 Kids haben an unseren Spieltagen und Turnieren im Sommer teilgenommen. So soll es weiter gehen. Ein großes DANKE an alle Freunde und Helfer.

von Mahmoud

Lies weiter >>

Dialog auf Augenhöhe

Beim Expertenforum von buntkicktgut in der alten Kongresshalle trafen Politiker und Wissenschaftler mit jungen Fachleuten der interkulturellen Straßenfußball-Ligen zusammen.

München – Am zweiten Tag der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum von buntkicktgut trafen sich in der alten Kongresshalle 16 Experten, um über die Nutzung von öffentlichem Raum und die Bolzplatz-Situation in München zu diskutieren. Die Moderation übernahmen Özlem Sarikaya (BR-Moderatorin) und Julian Wöhr (buntkicker-Team).

Zum Einstieg und als Grundlage zur anschließenden Diskussion wurden die Ergebnisse einer Feldforschung, die am Tag zuvor von Mete Lüle, Frederik Püls und Loris Weinreich durchgeführt wurde, vorgestellt. Dazu befragten sie an den drei Spieltagen am Tag zuvor (siehe Bericht Seite 8 und 9) Jugendliche zur Situation auf den Bolzplätzen im Hirschgarten, Maßmannpark und Schmellerwiese. Mit Bezug auf ihre Wünschen und Bedürfnissen. Die Studie gab positive wie negative Rückmeldungen wieder. Die Straßenkicker und Straßenkickerinnen hatten dabei sehr konkrete Vorstellungen, was noch verbessert werden müsste, damit öffentliche Räume noch besser auf sie zugeschnitten werden.

Expertenforum – Foto buntkicktgut 2023-07-02 25 Jahre Buntkicktgut_Foto Samir Sakkal (101) 2023-07-02 25 Jahre Buntkicktgut_Foto Samir Sakkal (96) 2023-07-02 25 Jahre Buntkicktgut_Foto Samir Sakkal (71)

Im Anschluss kamen die Experten zu Wort, zu denen Politiker wie Gülseren Demirel und Daniela di Benedetto genauso gehörten wie Andreas Werner vom FC Bayern München oder die Pädagogin Ruth Schwarzenböck. Am wichtigsten aber: Jugendliche von buntkicktgut diskutierten auf der Bühne und aus dem Publikum heraus auf Augenhöhe mit und forderten auch aktiv ein, ernst genommen zu werden. So entstand nach einer Einstiegsrunde, in der alle auf der Bühne ihre Meinung zu den Ergebnissen der Feldforschung äußern durften, eine sehr lebendige Debatte.

Isi, lebende buntkicktgut-Legende und nah an den praktischen Herausforderungen bei der Gestaltung des öffentlichen Raums dran, setzte beispielsweise ein klares Statement im Namen der Jugendlichen: Sie stünden zu wenig im Mittelpunkt bei der Planung, ihre Anliegen würden nicht beachtet und gesehen. Denn es dauere zu lange, bis Vorhaben umgesetzt würden. Ein grundlegendes Problem: Die Verfahren für neue Sportanlagen, wenn es um Reparaturen oder Verbesserungen geht, müssen oft hart erkämpft werden. Außerdem seien die Prozesse zu langwierig. Damit setzte Isi den Startpunkt zu einer Diskussion über Zuständigkeiten, vereinfachte Prozesse für Jugendliche und auch klare Rückmeldungen seitens der Politik, die Anmerkungen der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und mitzunehmen.

IMG_4945 IMG_4964 IMG_4965 IMG_4966

Durch die verschiedenen Hintergründe der Experten und Expertinnen gab es unterschiedlichste Perspektiven auf das Thema, was eine differenzierte Betrachtung ermöglichte. Die Debatte hätte wohl Stunden dauern können, so kurzweilig verlief sie und war dann tatsächlich nach zwei Stunden intensivem und vor allem konstruktivem Dialog auch schon wieder beendet.

Es war eine spannende Diskussion, aus der viele Erkenntnisse mitgenommen wurden: Die Ergebnisse der Feldforschung wurden an die Teilnehmer übergeben. Die Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Stadt haben zugesagt, genau zugehört zu haben und sich künftig für die Belange von Jugendlichen und buntkicktgut mehr einzusetzen. Und die Jugendlichen selbst wollen aktiv und laut bleiben – im Idealfall ohne mit unnötigen Hürden und vor allem Grenzen der Bürokratie konfrontiert zu werden. Sondern stattdessen auf Augenhöhe und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit. Das Expertenforum war dafür ein toller Start, denn genau so verlief die Diskussion hier.

von Julian

Lies weiter >>

Bomber Müller

Er ist und bleibt eine Legende. Eine Legende, die das runde Leder so oft und effektiv wie kaum ein anderer Fußballer in der Welt ins Tor beförderte. Eine Legende, die sich so flink, wendig und explosiv durch den gegnerischen Strafraum wirbelte, wie man es von echten Straßenfußballern her kennt. Ein Fußballer und Mensch, der unglaublich viel Herz hatte und Straße in sich trug. Der nach jedem Tor seine Hände in die Höhe riss und ausgelassen jubelte. Und dem jetzt zu Ehren ein Denkmal vor der Allianz Arena errichtet wurde – initiiert von der Kurt-Landauer-Stiftung und dem FC Bayern. Eine Legende, die für immer unsere Herzen erobert hat, die wir nie vergessen werden. Gerd Müller, mit 568 Toren in 611 Pflichtspielen bester Torjäger des FC Bayern, Weltmeister 1974 und unter anderem dreifacher Gewinner des Europapokals der Landesmeister, war im August 2021 im Alter von 75 Jahren verstorben. Ein echter Fußball-Gott und Straßenkicker, der auf den Bolzplätzen von Nördlingen seine ersten Tore schoss, bevor er in München beim FC Bayern der „Bomber der Nation“ wurde.

Lies weiter >>

Schon sein Lachen ist legendär. Kein einziger Kicker, keine einzige Kickerin lacht so schön und breit wie er. Ein Lachen, das er auf und genauso neben dem Bolzplatz zeigt. Ein Lachen, das  verzaubert – Mitspieler wie Gegner, Freunde wie Fremde, alte Onkels und junge Tanten. Bei diesem Lachen würde selbst Timm Thaler erblassen. Bevor uns jedoch vor lauter Lachen, das selbige im Halse stecken bleibt, kommen wir zur Auflösung: Oussman Kofia gehört das, was das Gesicht erstrahlen lässt. Er trainiert gerade auf dem Sportplatz der Winthirschule in Neuhausen eine Gruppe Kinder und Jugendliche. Nach dem Training hat er Zeit für ein paar Fragen. Wir setzen uns auf eine Bank. Die Sonne lacht. Die buntkicktgut-Legende hat einiges erlebt und zu erzählen – von Brücken, Plastiktüten, dem FC Bayern, Taxis und seinem großen Traum.

buntkicker: Hallo Oussi, wie viele Spiele und Pokale hast du mit deinem Lächeln bei buntkicktgut gewonnen?

 

Oussman Kofia: Auf dem Bolzplatz zählen vor allem Tore. Nur mit Lachen kommt man nicht weit. Hier und da sollte man auch noch Tore schießen… (Oussi lacht)

oussi-2

Wann hast du bei buntkicktgut zum ersten Mal gegen den Ball getreten?

 

Mit zwölf Jahren, das war 2005, bin ich von Togo mit meinem großen Bruder Kader und meiner kleinen Schwester  Richala nach München gekommen. Unser Papa war schon da. Wir wohnten in Neuaubing-West. Ich ging aber in die Ridlerschule im Westend, gleich um die Ecke von der Feuerwache, also von buntkicktgut. Da gab es eine Übergangs-Klasse. Dort gab es eine Schulmannschaft, die in der interkulturellen Straßenfußball-Liga mitgespielt haben – die Ridler Allstars.

 

Und du hattest vorher schon in Togo Fußball gespielt…

 

Klar. Ich spiele seit meiner Geburt Fußball. (Oussi lacht) Wirklich. Ich liebe diesen Sport. In den Straßen von Sokodé, mein Heimatort, haben wir Plastiktüten gesammelt und zusammen geknüllt, zu einer Kugel geformt. Das war dann unser Fußball. Der Untergrund bestand aus Sand und Steinen.

oussi-1

Hast du dich als Straßenkicker bei buntkicktgut gleich wohl gefühlt?

 

Sehr wohl. Wir haben in meiner ersten Saison in der U12 die „zweite Liga“ gewonnen. Außerdem wurde ich zum sportlichen Vorbild gewählt. Da hatte ich das erste Mal in meinem Leben einen Pokal in den Händen und eine Medaille um den Hals. Das war einfach toll. Ich war mega-stolz! Habe mit Pokal und Medaille in meinem Bett geschlafen und diese am nächsten Tag mit in die Schule genommen.

 

Wie ging es dann weiter?

 

In der nächsten Saison hat mich Murat Llazicani, ein guter Freund von mir, zu den Harras Boys geholt. Er spielte da bereits und hatte mir viel über das Team erzählt. Ein Jahr später hat mich Rudi zu den Harras Bulls geholt – eine große Ehre für mich. 2008 gründete ich meine erste eigene Mannschaft als Street Football Worker – die Red Scorpions. Auch den FC Interculturale trainierte ich – eine ganz besondere Auswahlmannschaft.

 

Du bist auch im Trainerstab vom „Team Germany“ beim FC Bayern Youth Cup.

 

Genau. Das besteht ja zu 100 Prozent aus buntkicktgut-Spielern. Ich bin seit der ersten Auflage, also 2012, beim Youth Cup dabei. In diesem Jahr hat erstmals ein Team aus Togo mitgespielt. Auch allesamt buntkicktgut-Spieler aus unseren Standorten in Sokodé, Lomé und Umgebung.

seite-23-Oussi-

Wie oft bist du noch in Togo?

 

Jedes Jahr eigentlich mit buntkicktgut. Durch Corona war das jetzt etwas schwieriger. Ich bin da die Brücke.

 

Was für eine Brücke?

 

Das fing 2011 an. Da kamen wir auf die Idee, dass wir doch auch in Togo eine interkulturelle Straßenfußball-Liga aufbauen können. Und so bin ich damals mit Rudi und meinen Freunden aus Deutschland wie Manoli, Hassudin und Abu nach Sokodé geflogen. Ich habe ihnen meine Heimat gezeigt. Und wir haben im Rahmen des regionalen Kulturfestivals „Festekpé“ ein Turnier, den „Coupe de l´amité“, organisiert, bei dem wir mit Togolesen zusammen gespielt haben. Neben Fairplay, Respekt und Toleranz geht es uns in Togo vor allem um Müll, der in ganz Afrika ein großes Problem ist. So entstand der „Coupe du Quartier Propre“, bei dem die Kids vor dem Turnier gemeinsam Plastik, Dosen und anderes Zeug rund um ihren Bolzplatz sammeln und dabei lernen, wie gut und wichtig eine saubere Umwelt ist.

 

So entstand eine Brücke zwischen München und Togo?

 

Eine sehr breite und lange Brücke, die immer massiver wird.

 

Gemeinsam mit deinem Vater Bagna und buntkicktgut wurde 2013 die „Commission Sport & Developpement“ in Sokodé gegründet. Was hat die für eine Aufgabe?

IMG_0900

In Sokodé und Lomé werden mittlerweile über das gesamte Jahr hinweg in verschiedenen Stadtvierteln buntkicktgut-Turniere veranstaltet. Da wirkt die Commission unterstützend mit. In ihr befinden sich auch die Street Football Worker, die den Kindern und Jugendlichen in den Straßen auf Augenhöhe begegnen, Trainings organisieren und einfach für alle da sind. Die Kids sollen ja nicht nur Fußball spielen, sondern auch was fürs Leben lernen.

 

In Togo wie in München…

 

Überall wo wir mit buntkicktgut sind. Ich habe damals durch die interkulturellen Straßenfußball-Ligen in München sehr gut Fuß fassen können – eine fremde Stadt, eine fremde Kultur, eine fremde Sprache. Das war nicht leicht. Doch durch buntkicktgut fand ich meinen Platz.

 

Auch einen Ausbildungsplatz. Du warst der erste Auszubildende bei buntkicktgut?

 

Im Jahr 2013 habe ich dort eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann begonnen. 2019 habe ich mich dann selbständig gemacht und habe Einzeltrainings für Fußballer gegeben. Nebenbei war ich noch beim ADAC im Vertrieb tätig. Durch Corona ging das alles den Bach runter. War eine harte Zeit. Doch Rudi sagt immer: Geht nicht, gibt’s nicht! Also: Aufgeben kommt nicht in Frage, jeder kann aus seinem Leben etwas machen.

oussi-3

Was hast du gemacht?

 

Um weiterhin Geld zu verdienen, habe ich Möbel für ein Einrichtungshaus ausgeliefert und war Kurier für ein Burger-Restaurant in München. Seit über einem Jahr fahre ich Taxi mit einem Freund zusammen. Wir sind ein gutes Team.

 

Und du bist weiterhin als Coach und Street Football Worker im Einsatz…

 

Ohne Fußball geht nicht. (Oussi lacht) Nicht nur mit Bezug auf buntkicktgut. Ich werde auch bald wieder als Sport- und Fitnesskaufmann arbeiten, meine Coachings anbieten. Das ist genau mein Ding. Für Erwachsene, Jugendliche und natürlich Kinder.

 

Zum Abschluss noch eine buntkicktgut-Anekdote mit Rudi und dir?

 

Da gibt es Tausende. Aber bei dieser hier muss ich bis heute immer wieder lachen: Ich war so 13 oder 14 Jahre alt und mit den Harras Boys unterwegs. Rudi hatte uns nach einem Spieltag im Winter  noch zum Essen eingeladen. Ich weiß nicht mehr, eine Pizzeria oder ein Burgerladen. Egal. Auf jeden Fall sitzen wir am Tisch, haben gut gegessen und Rudi sagt zu uns: ‚Geht schon mal raus, ich zahle jetzt.‘ Wir gehen raus zum buntkicktgut-Auto und warten. Fünf Minuten, zehn Minuten! Es ist ziemlich kalt draußen, wir bibbern uns einen ab. Doch Rudi kommt einfach nicht. Also gehen wir alle wieder  rein. Rudi sitzt immer noch da und liest plötzlich eine Zeitung. Wir fragen ihn: ‚Rudi, du wolltest doch zahlen.‘ Da schaut er hoch und sagt überrascht: ‚Ah ja, stimmt, ich komme.‘ Er kann sich unglaublich in Dinge vertiefen und gibt dann alles dafür. So hat er buntkickgut schließlich aufgebaut, so setzt er sich voll und ganz für die Kids ein. Bis heute. Da lässt er sich durch nichts und niemanden von abbringen.

European Homeless Cup 2013